1000 Days – Baby- und Kleinkindernährung

8 min zu lesen

Angefangen bei der optimalen Ernährung während der Schwangerschaft, über die Stillzeit, sind wir nun bei der Baby- und Kleinkind Ernährung gelandet. Gleichzeitig ist dies auch der letzte und somit abschliessende Blogbeitrag über die  «1000 Days» Studie.

Da die Studie das Thema Beikost-Einführung nicht speziell aufnimmt, hier eine kleine Zusammenfassung von unserer Seite. Dieser Teil bezieht sich also nicht auf die «1000 Days» Studie, sondern wird der Vollständigkeit halber von uns, yamo, behandelt.

Woran du erkennst, ob dein Baby für Beikost bereit ist, kannst du hier nachlesen. Sobald dann also endlich Brei angesagt ist, empfiehlt es sich mit Monobreien (Breie mit nur einer Zutat) anzufangen. So kann dein Baby zuerst den reinen Geschmack der einzelnen Nahrungsmittel kennen lernen. Ausserdem kann man so gleich feststellen woran genau es liegt, wenn sich eine allergische Reaktion zeigt. Nach einer Weile können dann verschiedene Lebensmittel gemischt werden und auch Fleisch und Fisch beigemixt werden. Nach einer Weile brauchst du den Brei auch nicht mehr ganz fein zu pürieren. Dein Kind wird sich freuen über ein wenig Stückchen im Brei, bis es dann irgendwann soweit ist und direkt vom Familientisch mit isst.

Und ab hier setzt die «1000 Days» Studie ein:
Die frühe Kindheitsphase ist laut Experten der beste Zeitpunkt um gesunde Essgewohnheiten zu etablieren. Kleinkinder brauchen eine Bandbreite an proteinreichen Nahrungsmitteln, Früchten, Gemüse, Vollkorn, ungesüsster Milch und anderen Milchprodukten. Dabei sollte die Menge an gesättigten Fetten, Zucker und Natrium minimal gehalten werden. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung sichert das Wachstum und die angemessene Gewichtszunahme des Kindes.

Die Konsequenzen einer ungenügenden, ungesunden Ernährung sind Ernst zu nehmen. Schnelle Gewichtszunahme während den ersten 2 Lebensjahren stehen mit Übergewicht in der späteren Kindheit in Verbindung. Wissenschaftler gehen sogar so weit, zu behaupten, dass Übergewicht bei Kindern diese ein Leben lang begleiten wird.

Wenn Kleinkinder in die «Erwachsenen-Ernährung» eingeführt werden, ist es wichtig, dass sie viele Möglichkeiten erhalten verschiedene gesunde Nahrungsmittel kennen und lieben zu lernen. Dazu gibt es 3 Faktoren, die die Entwicklung von Essensgewohnheiten junger Kinder beeinflussen:

Möglichkeiten

Je mehr Möglichkeiten Kinder haben, neue und ungewohnte Nahrungsmittel kennen zu lernen, desto eher werden sie sie akzeptieren und annehmen.

Kontext

Für Kinder ist der Kontext, in dem gesunde Nahrungsmittel konsumiert werden entscheidend. Während den Mahlzeiten sollte ihnen liebevolle Zuneigung und eine positive, stressfreie Umgebung geboten werden. Auch hier ist die Fütterung nach Bedarf (wie bereits im Blogpost zur Stillzeit erwähnt wurde) der empfohlene Ansatz. So lernen die Kleinen weiterhin ihre Nahrungsaufnahme selbst zu regulieren. Druck auf das Kind auszuüben, damit es mehr isst oder Nahrungsmittel zur Verhaltens-Beeinflussung (zum Beispiel als Bestrafung oder Belohnung) einzusetzen kann zu Überfütterung und Gewichtszunahme führen. Ablenkung durch TV oder Smartphone ist ebenfalls zu vermeiden um den Fokus alleine bei der Nahrungsaufnahme zu halten.

Beobachtendes Lernen

Kinder, vor allem in solch jungem Alter, lernen viel durch Beobachten und Nachahmen. Sie schauen also auch ganz genau hin, was ihre Bezugspersonen tun oder nicht tun. Wenn also Offenheit und Engagement gegenüber gesunder Ernährung vorgelebt wird, entwickeln auch Kinder eine positive Beziehung dazu. Der Gemüse- und Früchtekonsum der Eltern spiegelt sich dementsprechend stark in dem ihrer Kinder.

Gute Ernährung sorgt für einen guten Start ins Leben. Der Grundstein dafür wird bereits im Mutterleib gelegt und eine positive Einstellung dazu kann weit bis ins Kindesalter geprägt werden. Eltern haben die wundervolle und gleichzeitig anspruchsvolle Aufgabe ihren Kindern das Thema Ernährung und dessen Bedeutung näher zu bringen. Eine gesunde Lebensweise in der Familie vorzuleben, ist eine gute Art dies zu tun und wird dein Kind noch lange prägen.

Wenn du Fragen hast, darfst du sie natürlich jederzeit in die Kommentare schreiben. Wir beantworten sie dir gerne.

Alles liebe,
deine Zoe

Zoe

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